SMART führen

Führen ohne Macht – (wie) geht das?

Sind Sie ProjektleiterIn, aber nicht Linienvorgesetzte(r) Ihres Teams? Managen Sie komplexe Projekte mit vielen Partnern aus unterschiedlichen Organisationen? Dann kennen Sie das Gefühl, ein Projekt voranbringen zu wollen/müssen und zugleich nicht in der Lage zu sein, ein Machtwort zu sprechen…

In diesem Zusammenhang bedeutet Führung, Überzeugungsarbeit zu leisten, zu begeistern und einen passenden Rahmen für die effiziente Abwicklung abzustecken. Dabei gilt es, in einem komplexen sozialen System passende Interventionen zu setzen, ohne vollständige Kontrolle zu haben.

Seien Sie sich als ProjektleiterIn bewusst, dass Sie die Projektkultur massiv mitgestalten können, indem sie den Teamspirit (mit-)entwickeln, indem sie vorleben, worauf es im Projekt ankommt, indem sie den Nutzen und die Vision des Projekts herausarbeiten und kommunizieren. Wenn der Beitrag der eigenen Aufgaben für die Erreichung der Projektziele den Teammitgliedern klar ist und die Verfolgung der Projektziele nachhaltig wertvoll erscheint, ist es der Projektleitung gelungen, eine Projektvision und Sinn zu vermitteln.

Das SMARTe Führungsmodell ist ein praxiserprobter Ansatz, der speziell für Projekte entwickelt wurde und einen nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen Führungsverhalten und erfolgreichen Projekten herstellen kann. SMART das bedeutet Stärkenorientiert – Motivierend – Authentisch – Relational – Themen-, Sach- und Zielorientiert. Und was bedeutet das für Sie als ProjektleiterIn?

Wie Sie als ProjektleiterIn SMART Führen können:

Nützen Sie die Aufbruchstimmung am Anfang des Projekts!

Projekte schaffen etwas Neues. Dazu passende Führungsimpulse bewirken eine Aufbruchstimmung. Der Projektleiter kann beispielsweise durch unkonventionelle Arbeitsformen und vor allem durch das Zulassen kreativer Ideen am Beginn des Projekts neuartige Lösungsansätze fördern. Das Interesse am Neuen kann dadurch geweckt werden und hohes Engagement sowie Motivation mit sich bringen. Das im Projekt Geschaffene gebührend zu würdigen, verstärkt die Identifikation im Projektablauf, die Zufriedenheit und den Glauben an die eigene Gestaltungskraft.

Machen Sie Talente sichtbar!

Die Führungsarbeit ist auf bestimmte Zeit, die Projektlaufzeit, fokussiert. Die spezifischen Projektphasen (Start, Planung, Umsetzung, Abschluss) und ihre Übergänge erfordern spezielle Führungsinterventionen, um das Projekt zum Erfolg zu führen. In der Startphase ist es wichtig, die Fähigkeiten und Talente aller Beteiligten zu identifizieren. ProjektleiterInnen, die dafür bewusst Zeit und Raum schaffen, damit alle Beteiligten erfahren, wofür die Kollegen im Team stehen, ermöglichen die bessere Nutzung der vorhandenen Ressourcen im Projekt. Selbstvertrauen und Selbstverantwortlichkeit werden gestärkt, wenn die Teammitglieder aufgefordert werden, ihre Ideen und Meinungen einzubringen. Wichtig ist dabei, auf  eine wertschätzende Diskussionskultur zu achten. Zu rasche Bewertungen und Vorurteile behindern eine Kultur der Offenheit und Selbstorganisiertheit.

Nützen Sie neue Arbeitsformen – aber sorgen Sie auch für effiziente Umsetzung!

Die Komplexität und Neuartigkeit in Projekten lässt einen größeren Gestaltungsspielraum als in Routineprozessen zu. Erfolgreiche Führung berücksichtigt diesen Freiraum und nützt die damit verbundenen Vorteile durch entsprechende Arbeitsformen und neue Sichtweisen. Der Einsatz von kreativen Ansätzen. Entscheidend dabei sind die gemeinsame Projektvision als Leitgedanke, die professionelle Moderation und Zusammenführung von Ergebnissen sowie der Aufbau einer für kreative Prozesse nötigen Gesprächs- und Diskussionskultur. Dies sind gleichzeitig auch die wesentlichen Führungsaufgaben zur optimalen Nutzung des Freiraums. Bedeutend ist darüberhinaus auch, dass Auftraggeber und Projektleiterin erkennen, wann kreatives Schaffen in effizientes Umsetzen übergehen muss, damit das Projekt nicht zu einer „never ending story“ wird.

Sehen Sie Heterogenität im Projektteam als Chance!

In Projekten sind Heterogenität und Diversität die bestimmenden Teamkriterien. Die Gefahr des einander nicht Verstehens resultiert daraus ebenso wie die Chance auf eine breitere Perspektive und damit nachhaltigere Projektergebnisse. Es gehört zu den zentralen Führungsaufgaben der Projektleiterin, Missverständnisse aufzuzeigen und die Chancen der Diversität hervorzuheben. Dies wird ermöglicht, wenn es regelmäßige Gelegenheiten und ausreichend Zeit gibt, um auf die unterschiedlichen Sichtweisen, Vorwissen und Erfahrungen einzugehen. In der jeweiligen Situation ist es wichtig, Verständnis für unterschiedliche Haltungen zu entwickeln und die Konzentration auf die ergänzenden Potenziale anstelle der trennenden Unterschiede zu legen. Dies kann als verbindende Kommunikation zusammengefasst werden. Der Projekteiter kann mittels Führungsimpulsen, die genau auf das Ergänzende statt auf das Trennende zielen, einen Prozess des freudvollen Lernens voneinander fördern.

Feiern Sie Erfolge!

Projekt(-zwischen-)ergebnisse an bestimmten Meilensteinen bieten Chancen für Erfolgsmessung. Projektmanager, die dies in Form von Reflexion und bewusstem Feiern berücksichtigen, fördern eine intensive Zusammenarbeitskultur im Projekt. Jeder Mensch wünscht sich Erfolg und Anerkennung. Gerade in Projekten kann durch professionelle Organisation und ein modernes Führungsverständnis gesichert werden, dass Leistungen zeitnahe und auch regelmäßig anerkannt werden. Dazu bedarf es eines umsichtigen Projektmanagers, der schon bei der Projektplanung adäquate Meilensteine berücksichtigt, an denen klar erkennbare Zwischenergebnisse vorliegen, damit einfach wahrnehmbare Auslöser zum Feiern und Anerkennen existieren. Bei Erreichen eines Meilensteins kann der/die ProjektleiterIn mittels Kommunikation und bewusst  gesetzten  Gelegenheiten  (z.B.  Meilenstein-Meetings) eine Anerkennungskultur etablieren. Diese Treffen bieten auch geeignete Formen zur Reflexion des bisherigen Prozesses. Bei entsprechender Moderation wird voneinander Lernen zur wertvollen Ressource im Projekt.

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